Mitmachaktion zur Wiederbelebung auf dem Jahnplatz
Im Rahmen der deutschlandweiten „Woche der Wiederbelebung“ findet auch in diesem Jahr eine große Mitmachaktion auf dem Jahnplatz in Bielefeld statt. Am Donnerstag und Freitag, 24. und 25. September, können Interessierte jeweils von 10 bis 17 Uhr auf dem Jahnplatz die wichtigsten Maßnahmen der Wiederbelebung kennenlernen und selbst ausprobieren.
Mehr als 70.000 Menschen erleiden jährlich in Deutschland einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb eines Krankenhauses. Nur etwa jede zehnte betroffene Person überlebt. Entscheidend für die Überlebenschancen ist, dass möglichst schnell mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen wird. Dabei kommt es nicht darauf an, jeden Handgriff perfekt zu beherrschen, sondern überhaupt zu handeln: Prüfen, rufen, drücken!
Wiederbelebung ist eine Fähigkeit, die uns alle angeht. Je mehr Menschen wissen, was im Ernstfall zu tun ist, desto größer ist die Chance, dass schnell geholfen wird. Mit der Aktion mitten in der Stadt möchten wir Berührungsängste abbauen und zeigen, wie einfach es sein kann, im entscheidenden Moment zu handeln.Claudia Koch, Dezernentin für Wirtschaft und Stadtentwicklung
Die Feuerwehr Bielefeld lädt gemeinsam mit den Mobilen Rettern zu der Aktion ein: Die Mobilen Retter sind ein Smartphone-basiertes Ersthelfer-System, welches seit 2019 die Rettungskette in Bielefeld ergänzt. Beteiligt sind unter anderem DRK, JUH, ASB, DLRG, Feuerwehr Bielefeld, Ordnungsamt, URK-Haupt, Bundespolizei, Bielefelder Kliniken sowie weitere Partner.
Vor Ort können Bürgerinnen und Bürger die Herzdruckmassage an Übungspuppen trainieren und ihr Wissen rund um den Herz-Kreislauf-Stillstand auffrischen. An verschiedenen Übungspuppen wird gezeigt und angeleitet, wie die Wiederbelebung bei Erwachsenen Kindern und Säuglingen durchgeführt wird.
Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. Der Rettungsdienst kann nicht überall sofort sein – die Menschen vor Ort sind deshalb das erste und entscheidende Glied der Rettungskette. Unser Ziel ist, dass möglichst viele Bielefelderinnen und Bielefelder sagen können: Ich weiß, was zu tun ist, und ich traue mich zu helfen.Gordon Majewski, Leiter des Feuerwehramtes