Wie sieht Pflege zu Hause wirklich aus? Stadt Bielefeld befragt pflegende Angehörige

| Bielefeld (bi)

Pflege findet in Bielefeld zu einem großen Teil zu Hause statt. Doch hinter dem Begriff „pflegende Angehörige“ stehen ganz unterschiedliche Menschen, Lebenssituationen und Formen der Unterstützung. Die Stadt Bielefeld möchte daher genauer erfahren, wie der Alltag pflegender Angehöriger aussieht, welche Herausforderungen sie erleben und welche Unterstützung sie tatsächlich benötigen. Dazu führt die Stadt aktuell eine Befragung pflegender Angehöriger durch.

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Die Befragung richtet sich an Menschen, die aktuell einen Angehörigen oder eine andere nahestehende Person unterstützen oder in der Vergangenheit unterstützt haben. Dabei ist es nicht entscheidend, ob sie sich selbst als „pflegende Angehörige“ verstehen. Auch Eltern, die ihr Kind aufgrund eines besonderen Unterstützungs- oder Pflegebedarfs begleiten, sind ausdrücklich angesprochen. Die Online-Befragung ist über den Link  www.anwendungen.bielefeld.de/qp/pflegendeangehoerige26 abrufbar. Auch eine Teilnahme in Papierform ist möglich. Papierfragebögen könnten mittwochs von 9 bis 12 Uhr in der Zentralen Pflegeberatungsstelle im neuen Rathaus (erste Etage, Raum G118) am Niederwall 23 abgeholt werden. 

Umfrage nimmt unterschiedlichen Lebens- und Pflegesituationen in den Blick

„Pflege ist nicht gleich Pflege. Die Anforderungen können ganz unterschiedlich sein – je nachdem, wen ich unterstütze, wie wir zusammenleben und welche Einschränkungen vorliegen“, sagt Ingo Nürnberger, Sozialdezernent der Stadt Bielefeld. „Mit der Befragung möchten wir die unterschiedlichen Lebens- und Pflegesituationen stärker in den Blick nehmen und besser verstehen, was pflegende Angehörige in ihrem Alltag brauchen.“ 

Ob die eigene Partnerin oder der eigene Partner, ein kleines oder erwachsenes Kind, ein Elternteil oder ein anderer nahestehender Mensch unterstützt wird: Die jeweilige Beziehung und Lebenssituation prägen die Anforderungen an die unterstützende Person. Besonders wenn Kinder mit Einschränkungen unterstützt und begleitet werden, steht für viele Eltern die Pflege nicht im Vordergrund. Sie erleben ihre Situation vielmehr als Alltag. Dennoch können damit erhebliche zeitliche, körperliche, organisatorische und emotionale Anforderungen verbunden sein. 

Auch die Wohnsituation spielt eine wichtige Rolle. Lebt die pflegebedürftige Person im gemeinsamen Haushalt oder allein? Liegen körperliche, kognitive oder psychische Beeinträchtigungen vor? All dies kann den Unterstützungsbedarf erheblich beeinflussen. „Die Ergebnisse der Befragung sollen dazu beitragen, die besonderen Bedarfe und Bedürfnisse pflegender Angehöriger besser zu verstehen. Wir werden die Ergebnisse bei der weiteren Planung von Unterstützungsangeboten berücksichtigen", so Nürnberger.

Die Ergebnisse der Befragung sollen dazu beitragen, die besonderen Bedarfe und Bedürfnisse pflegender Angehöriger besser zu erfassen und bei der weiteren Planung von Unterstützungsangeboten zu berücksichtigen. Die Stadt Bielefeld bittet darum, die Information weiterzugeben. Je mehr unterschiedliche Pflege- und Unterstützungssituationen in der Befragung sichtbar werden, desto besser können die Ergebnisse die Vielfalt der Lebenssituationen abbilden. Wer sich mehr Informationen oder Unterstützung wünscht, kann sich an das Angebot „Pflegende Angehörige stärken“ der Stadt Bielefeld wenden unter Tel. 51-50500 sowie per E-Mail an pflegendeangeh%C3%B6rige [ät] bielefeld.de (pflegendeangehörige[at]bielefeld[dot]de).