Tierpark Olderdissen

Tarpan-Nachwuchs im Tierpark Olderdissen

Mutter „Jolita“ zusammen mit ihrem Tarpanfohlen „Miles“, das am Montag auf die Welt kam (Foto: Sarah Jonek).

Im Tierpark Olderdissen gibt es Nachwuchs bei den Tarpanen: Am Montag, 5. Oktober, ist auf der Tarpanweide ein männliches Fohlen zur Welt gekommen. Der kleine Hengst mit dem Namen „Miles“ ist wohlauf und erkundet an der Seite seiner Mutter bereits seine Umgebung.

Im Tierpark Olderdissen gibt es Nachwuchs bei den Tarpanen: Am Montag, 5. Oktober, ist auf der Tarpanweide ein männliches Fohlen zur Welt gekommen. Der kleine Hengst mit dem Namen „Miles“ ist wohlauf und erkundet an der Seite seiner Mutter bereits seine Umgebung.

Tarpane gehören zu den Traditionstierarten im Tierpark Olderdissen und werden dort bereits seit Jahrzehnten gehalten. Die Tarpanweide befindet sich hinter dem Verwaltungsgebäude und bietet den Tieren eine großzügige Fläche.

Zur Gruppe gehören die beiden Stuten „Jolita“ und „Hanna“ sowie Hengst „Max“ und Sohn „Marek“, der im Dezember 2025 geboren wurde. „Max“ kam 2023 aus dem Wildpark Ludwigshafen nach Bielefeld. Nachdem die Eingewöhnung zunächst etwas Zeit benötigte, hat sich die Gruppe gut zusammengefunden. Mit dem jüngsten Fohlen gibt es nun erneut Nachwuchs bei den Tarpanen.

„Die Geschichte der Tarpane in Olderdissen reicht bis in die frühen 1950er-Jahre zurück. Damals schenkte Heinz Heck, seinerzeit Direktor des Tierparks Hellabrunn in München, dem Tierpark Olderdissen ein Tarpanpaar“, berichtet Tierparkleiter Dr. Benjamin Ibler. „An Heinz Heck erinnert in Bielefeld bis heute die Heckstraße. Sie liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Brehmstraße und Mendelstraße. Damit finden sich dort die Namen gleich dreier bedeutender Persönlichkeiten aus Biologie und Tierkunde“, freut sich Tierparkleiter Ibler. Neben Heck sind dies der Zoologe und Verfasser von „Brehms Tierleben“ Alfred Brehm sowie Gregor Mendel, dessen Forschungen zur Vererbung die Grundlagen der klassischen Genetik legten.

Der ursprüngliche Tarpan gilt als ausgestorben. Charakteristisch für die heutigen Rückzüchtungen sind unter anderem das mausgraue Fell und teilweise auftretende dunkle Streifen an den Beinen. Eine für echte Wildpferde typische Stehmähne konnte bei der Rückzüchtung dagegen nicht erreicht werden.

Auch wenn die heutigen Tarpane keine ursprünglichen Wildpferde sind, werden sie aufgrund ihrer Robustheit unter anderem in Beweidungsprojekten eingesetzt. Dort tragen sie dazu bei, offene Landschaftsflächen zu erhalten.

bielefeld.de/tierpark