Stadttauben
Tierfütterungsverbot in der Bielefelder Innenstadt
Aufgrund der deutlich angestiegenen Zahl der Stadttauben in der Innenstadt bekam das Gesundheits-, Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt der Stadt Bielefeld vor einem Jahr den Auftrag, das zuvor entwickelte Konzept zur Regulierung des Taubenbestandes umzusetzen. Neben der Verfütterung des Medikaments „Ovistop“, mit dem die Membran im Ei verändert wird und infolgedessen sich der Embryo nicht entwickeln kann, ist eine zentrale Säule des Konzepts die Reduzierung des Futterangebots, weshalb am 25. Juni 2025 ein Fütterungsverbot für wildlebende Tiere im Innenstadtbereich in Kraft trat. Die Fütterung erfolge seitdem durch die Stadt im sogenannten ausschleichenden Modus, was bedeutet, dass die Futtermenge über die Zeit schrittweise auf null reduziert wird. Die Tauben haben so die Möglichkeit, ihr natürliches Suchverhalten über den Bereich der Innenstadt hinaus zu entwickeln.
Die Gabe von Ovistop findet täglich per Hand statt, so dass eine Aufnahme durch Wildvögel ausgeschlossen werden kann. Die Verringerung der Taubenzahl erfolgt so durch den ausbleibenden Bruterfolg und die natürliche Sterblichkeit, weshalb das Konzept Zeit bedarf, um wahrnehmbare Änderungen zu erbringen. Das Einhalten des Fütterungsverbots ist wichtig, damit die Tauben zu den Futterstellen kommen, wo sie das Medikament aufnehmen.