Ganzheitliches Verkehrskonzept für Baumheide
Der Stadtteil Baumheide ist ein guter Ort zum Leben. Viele Menschen wohnen hier gerne. Ein Thema, das sie beschäftigt, ist die Verkehrssituation mit viel Durchgangsverkehr und unsicheren Wegen für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen.
Darum hat die Stadt Bielefeld ein neues Verkehrskonzept erstellen lassen. Das Konzept soll gute Lösungen für alle Menschen in Baumheide bieten. Das Amt für Verkehr hat dafür gemeinsam mit dem externen Planungsbüro mobildenker den Verkehr im ganzen Stadtteil betrachtet.
Die Ziele des Verkehrskonzepts
- Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil
- Sichere Mobilität für alle Generationen gestalten
- Mehr Attraktivität für Plätze und Straßen
- Bessere Wege für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen
- Schulwege sicherer machen
- Durchgangsverkehr vermeiden, z. B. mit Verkehrsberuhigung
Im Konzept wird die aktuelle Verkehrssituation genau beschrieben. Aufgezeigt wird, wo es Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken gibt.
Das Ergebnis
Die Verkehrsplaner haben 163 einzelne Vorschläge erarbeitet. Diese zeigen, wie der Verkehr in Baumheide Schritt für Schritt verbessert werden kann. Eine Verbesserung ist mit verschiedenen und gut aufeinander abgestimmten Maßnahmen möglich. Das Verkehrskonzept ist damit eine wichtige Grundlage für die zukünftige Entwicklung von Baumheide.
Es zeigt Wege auf, wie der Stadtteil sicherer, ruhiger und lebenswerter werden kann.
Auszug aus dem Verkehrskonzept:
Baumheide bietet gute Bedingungen für eine umweltfreundliche Mobilität. Der Stadtteil hat viele eigene Wege für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen. Ideal, um sichere und kurze Strecken zurückzulegen. Auch der öffentliche Nahverkehr ist gut ausgebaut. Mit der Stadtbahn ist die Innenstadt schnell zu erreichen. Das Ziel ist es, mehr Menschen für umweltfreundliche und nachhaltige Mobilität zu gewinnen. Zum Beispiel mit einer Bus-Linie, die öfter auch in weiteren Wohnstraßen hält.
Beteiligung: Gemeinsam mit Bürger*innen und Schüler*innen
Als Auftakt konnten die Einwohner*innen auf einer interaktive Online-Karte Hinweise zur Verkehrssituation geben (18.11. bis 15.12. 2024) und dort auch Problemstellen eintragen.
So gab es aus der Bevölkerung:
- 72 konkrete Hinweise zum Projekt
- 419 Bewertungen
- 28 Kommentare
Diese Rückmeldungen waren eine wichtige Grundlage für das Verkehrskonzept. Außerdem hatte das Amt für Verkehr dann am 16. Mai 2025 Einwohner*innen per Zufallsauswahl zu einem Workshop eingeladen.
Gemeinsam wurden dort „Mobilitäts-Episoden“– typische Wege im Alltag – genau betrachtet:
- zu Fuß
- mit dem Fahrrad
- mit Bus und Bahn (ÖPNV)
- mit dem Auto
An diesem Tag wurden viele Probleme im Verkehrsablauf erkannt, diese Erkenntnisse sind in das Verkehrskonzept eingeflossen.
Beteiligung der Schulen
Wichtig waren auch die Sichtweise und die Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen. Drei 4. Klassen der Wellbachschule sowie eine 6. Klasse der Realschule am Schlehenweg konnten dann im Dezember 2024 aktiv mitmachen.
In Workshops wurden gemeinsam ihr Schulwege untersucht. So machte die 6. Klasse eine Foto-Safari rund um ihre Schule. Dabei wurden gefährliche oder schwierige Stellen dokumentiert. Auch damit konnte das Team der Verkehrsplaner wichtige Hinweise zur Sicherheit auf Schulwegen sammeln und in ihrem Verkehrskonzept berücksichtigen.
Vorstellung des Verkehrskonzepts
Das Planungsbüro mobildenker präsentierte der interessierten Öffentlichkeit am 11. Februar 2026 die Ergebnisse des Verkehrskonzepts.
Mehr als 50 Bürger*innen diskutierten an dem Info-Abend im Freizeitzentrum Baumheide an Stellwänden. Einzelne Maßnahmen-Ideen wurden mit Foto-Aufstellern auf einem großen Luftbild-Ausdruck verortet. Erneut gab es so wertvolle Hinweise für das Amt für Verkehr und die Experten aus dem Planungsbüro. Gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher versicherten die Experten, dass alle Maßnahmen-Vorschläge des Verkehrsplanungsbüros sowie die Eingaben aus der Online-Beteiligung geprüft werden.
Aussicht auf Verbesserungen
Im Verkehrskonzept heißt es:
»Die Entwicklung der ›Neuen Mitte Baumheide‹ nimmt eine zentrale Rolle ein und bietet die Chance, die Themen Mobilität und Aufenthaltsqualität im Stadtteilzentrum neu zu denken.«
In einem nächsten Schritt muss die Politik das Konzept aber zunächst beschließen. Dann ist der Weg frei für eine Weiterentwicklung der Mobilität in Baumheide.
Für die Umsetzung der Mobilitätsstrategie 2030 wurden verschiedene Konzepte erarbeitet. Einzelne Maßnahmen wirken sich auf die Verkehre in Baumheide und damit auch auf die Aufenthaltsqualität im Stadtteil insgesamt aus.
- Der Nahverkehrsplan: Höhere Bus-Taktung, eine neue Streckenführung für die Buslinie 30
- Das Konzept für Mobilstationen: Zentrale Sharing-Angebote (z. B. Räder, Scooter)
- Das Radverkehrskonzept: Schaffung von Hauptrouten für den Radverkehr
- Die Fußverkehrsstrategie: Grundlage Gestaltung der Nebenanlagen und neue Straßenquerungen
All diese Vorgaben beeinflussen die zu erwartenden Verkehre in Baumheide. Daher ist eine Bündelung und ganzheitliche Betrachtung für ein neues Verkehrskonzept erforderlich.
- 2024 - 3. Quartal: Vergabe des Planungsprozesses für das Verkehrskonzept
- 2024 - 4. Quartal: Öffentlichkeitsbeteiligung und Erarbeitung des Verkehrskonzepts
- 2025 - Dezember: Öffentlichkeitsbeteiligung (2 Workshops + Online-Befragung)
- 11.02.2026: Abschlusspräsentation der Maßnahmen-Vorschläge des Planungsbüros
Der Endbericht zum Verkehrskonzept wird aktuell fertiggestellt. Anschließend erfolgt die Beratung in der Bezirksvertretung Heepen. Nach Fassung eines politischen Beschlusses wird von der Verwaltung die Umsetzung vorbereitet.
Grundlegende Maßnahmen:
Im Radverkehrskonzept sind für den Rabenhof eine Hauptroute der Kategorie I und Am Wellbach, für Wiesenstraße und Hagenkamp (bzw. Geh-/Radweg zwischen Hagenkamp und Rabenhof) sind Hauptrouten der Kategorie II vorgesehen.
Im Rahmen des dritten Nahverkehrsplans soll die Taktung des Busverkehrs auf dem Rabenhof erhöht werden, die Linienführung der Linie 30 soll von der Herforder Straße auf die Donauschwabenstraße/Stauferstraße verlegt werden.
Die Fußverkehrsstrategie sieht verschiedene Maßnahmen in Baumheide vor, beispielsweise:
- Lückenschlüsse und Gewährleistung ausreichender Breite von Gehwegen
- Verbesserung bestehender und Neuanlage von Querungsstellen
- Sicherstellung der Barrierefreiheit
- Aufwertung des Straßenraums mit zusätzlicher Ausstattung (Beleuchtung, Begrünung, Sitzgelegenheiten)
Am Rabenhof soll in Verbindung mit der Stadtbahn_Haltestelle Baumheide eine Mobilstation entstehen. Bürger*innen finden so an einer Stelle gebündelt Angebote zum Ausleihen von Rollern und Rädern, sowie Abstellmöglichkeiten. Aber auch die Infotafel, die anzeigen wird, wann Busse oder Stadtbahnen fahren.
Zusätzliche Anforderungen bestehender Verkehrskonzepte:
- Abbindung der Einfahrt in die Heilbronner Straße im Rahmen des Umbaus der Herforder Straße
- Erwartete Verkehre zur Müllverbrennungsanlage (MVA)
- Busverkehre zur geplanten Wasserstofftankstelle
- Anforderungen an die Schulweg-Sicherheit
- Umgestaltung des Verkehrsraums durch im Rahmen des INSEK Baumheide
- Planungen aus dem Freiraumentwicklungskonzept
- Klimaanpassungskonzept als allgemeine Planungshilfe für das Stadtklima
Maßnahmen-Vorschläge leicht erklärt
- Überquerbarkeit der Fahrbahn für Zufußgehende verbessern:
- Einige Kreuzungen in Baumheide sind unübersichtlich für alle Verkehrsteilnehmenden, z. B. durch große Einmündungen. Auch an anderen Stellen ist es schwierig, eine Straße mit Fahrzeugen aus beiden Richtungen an einem Stück zu überqueren.
- Eine Umgestaltung kann erfolgen durch breitere Gehwege & schmalere Fahrbahn, Mittelinsel, Einrichtung Zebrastreifen usw. Durch diese Maßnahmen wird die Überquerung der Straße erleichtert.
- Gleichzeitig kann bei der Umgestaltung einer Kreuzung auch eine Begrünung stattfinden.
Sichere Möglichkeiten, eine Straße zu überqueren, sind besonders wichtig für Kinder & Jugendliche, ältere Menschen und eingeschränkte Personen (z.B. blinde, gehbehinderte, schwerhörige Menschen).
- Verbesserung Gehwege:
- Es soll sicherer und komfortabler werden, zu Fuß unterwegs zu sein. Hierfür kann die Infrastruktur unterschiedlich gestaltet und beschildert werden. Wie die Bedingungen für die Zufußgehenden verbessert werden, hängt z. B. von der Straßenart und dem verfügbaren Platz im Straßenraum ab.
- Es soll sicherer und komfortabler werden, zu Fuß unterwegs zu sein. Hierfür kann die Infrastruktur unterschiedlich gestaltet und beschildert werden. Wie die Bedingungen für die Zufußgehenden verbessert werden, hängt z. B. von der Straßenart und dem verfügbaren Platz im Straßenraum ab.
- Verkehrsberuhigung „Spielstraße“ einrichten:
- Unter bestimmten Bedingungen kann ein Verkehrsberuhigter Bereich (umgangssprachlich: Spielstraße) umgesetzt werden. Hierfür darf es in der Straße nur sehr wenig Verkehr geben. In „Spielstraßen“ gibt es meist keine Gehwege, sondern alle Verkehrsteilnehmenden teilen sich die Straße. Die Höchstgeschwindigkeit ist die Schrittgeschwindigkeit (7 km/h). Ob die Einrichtung von „Spielstraßen“ möglich ist, soll in Baumheide für verschiedene Straßen geprüft werden.
- Unter bestimmten Bedingungen kann ein Verkehrsberuhigter Bereich (umgangssprachlich: Spielstraße) umgesetzt werden. Hierfür darf es in der Straße nur sehr wenig Verkehr geben. In „Spielstraßen“ gibt es meist keine Gehwege, sondern alle Verkehrsteilnehmenden teilen sich die Straße. Die Höchstgeschwindigkeit ist die Schrittgeschwindigkeit (7 km/h). Ob die Einrichtung von „Spielstraßen“ möglich ist, soll in Baumheide für verschiedene Straßen geprüft werden.
- Sichere Fußwege herstellen:
- In manchen Straßen gibt es überhaupt keine Gehwege, obwohl schneller als Schrittgeschwindigkeit gefahren werden darf. Eine solche Situation ist für Zufußgehende gefährlich. In diesen Straßen muss daher eine sichere Lösung für den Fußverkehr gefunden werden. Das kann durch unterschiedliche Maßnahmen erreicht werden, z.B. durch den Bau von Gehwegen oder die Schaffung einer „Spielstraße“.
- In manchen Straßen gibt es überhaupt keine Gehwege, obwohl schneller als Schrittgeschwindigkeit gefahren werden darf. Eine solche Situation ist für Zufußgehende gefährlich. In diesen Straßen muss daher eine sichere Lösung für den Fußverkehr gefunden werden. Das kann durch unterschiedliche Maßnahmen erreicht werden, z.B. durch den Bau von Gehwegen oder die Schaffung einer „Spielstraße“.
- Neugestaltung:
- Die Straßenraum-Gestaltung trägt zu einer sicheren und komfortablen Organisation des Verkehrs bei. Sehr breite Straßenräume vermitteln zum Beispiel, dass schnell gefahren werden darf, obwohl das in Wohnsiedlungen meist nicht der Fall ist. Eine Umgestaltung mit breiteren Gehwegen, Straßenbäumen, verschiedenen Pflasterungen etc. können den Charakter einer Straße stark verändern.
- Verbesserung und Neueinrichtung von Radwegen:
- Mit dem Rad unterwegs zu sein, soll sicherer und komfortabler werden. Hierfür können die Wege unterschiedlich gestaltet und beschildert werden. Wie die Bedingungen für die Radfahrenden verbessert werden, hängt z. B. von der Straßenart und dem verfügbaren Platz auf der Straße ab.
- Beispiele:
- Fahrradstraße
- Radweg
- Schutzstreifen
- Gemeinsamer Geh- und Radweg
- Beispiele:
- Mit dem Rad unterwegs zu sein, soll sicherer und komfortabler werden. Hierfür können die Wege unterschiedlich gestaltet und beschildert werden. Wie die Bedingungen für die Radfahrenden verbessert werden, hängt z. B. von der Straßenart und dem verfügbaren Platz auf der Straße ab.
- Überquerbarkeit der Fahrbahn für Radfahrende verbessern:
- Einige Kreuzungen in Baumheide sind unübersichtlich für alle Verkehrsteilnehmenden, z.B. durch große Einmündungen. Auch an anderen Stellen ist es schwierig, eine Straße mit Fahrzeugen aus beiden Richtungen an einem Stück zu überqueren.
- Eine Umgestaltung kann erfolgen durch eine eigene Fläche für Fahrräder an den Kreuzungen und eine schmalere Fahrbahn, Mittelinsel explizit auch für Fahrräder usw. Durch diese Maßnahmen wird die Überquerung der Straße für Radfahrende erleichtert. Gleichzeitig kann bei der Umgestaltung einer Kreuzung auch eine Begrünung stattfinden.
- Sichere Möglichkeiten, eine Straße zu überqueren, sind besonders wichtig für Kinder & Jugendliche, ältere Menschen und eingeschränkte Personen (z. B. schwerhörige Menschen).
- Einrichtung Fahrradstraße (teilweise mit zusätzlicher Verkehrsberuhigung):
- In Fahrradstraßen haben Radfahrende Vorrang und dürfen nebeneinander fahren.
- Es gilt Tempo30. Das Radfahren ist in Fahrradstraßen daher komfortabel und sicherer als in Tempo30-Zonen.
- Fahrradstraßen werden gekennzeichnet durch Beschilderung und Piktogramme (Bilder) auf dem Boden. Vor allem am Eingang in die Fahrradstraße ist dies wichtig.
- In manchen Straßen ist es außerdem wichtig, zusätzliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung umzusetzen, damit die Autofahrenden langsam fahren und Rücksicht nehmen. Dies kann z. B. durch Einengungen der Fahrbahn, Bäume oder Aufpflasterungen geschehen.
- Neue Buslinie / Linienführung:
- In einigen Bereichen von Baumheide sind die Fußwege zur nächsten Bus- oder Stadtbahn-Haltestelle relativ weit. Für diese Wohngebiete soll daher geprüft werden, ob eine zusätzliche Buslinie eingerichtet oder eine bestehende Buslinie anders geleitet werden kann.
- Aufwertung der Stadtbahn-Haltestelle:
- Die Stadtbahn-Haltestellen in Baumheide sind aktuell nicht komfortabel zu nutzen. Viele Menschen fühlen sich unwohl und mit Rollstuhl und Kinderwagen etc. sind die Bahnsteige teilweise schwierig zu erreichen. Eine Umgestaltung der Haltestellen soll dazu beitragen, dass alle Menschen die Stadtbahn gut nutzen können.
- Umgestaltung Bus-Haltestellen:
- Nicht alle Bus-Haltestellen sind mit z. B. Sitzmöglichkeiten, Dächern und barrierefreiem Pflaster ausgestattet. Sofern möglich, soll dies verändert werden.
- Verlagerung der Haltestelle "Baumheide":
- Mit der Neugestaltung der „Neuen Mitte Baumheide“ wird die Bus-Haltestelle an den Rabenhof verlagert.
- Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich „Neue Mitte Baumheide“:
- Der Bereich um das Freizeitzentrum Baumheide soll umgestaltet werden, damit das Ortszentrum von Baumheide attraktiv wird. Ein Maßnahmenvorschlag für die Umgestaltung ist die Einführung eines „verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs“ auf dem Rabenhof. Hier würde dann Tempo 20 gelten.
- In einem Geschäftsbereich sind normalerweise viele Zufußgehende unterwegs. Um Konflikte zwischen Autoverkehr und Fußverkehr zu vermeiden, würden Gehwege und Fahrbahn weiterhin getrennt verlaufen (anders als im „Verkehrsberuhigten Bereich“/„Spielstraße“). Ob die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs rechtlich möglich ist, muss geprüft werden.
- Durchfahrtsverbot Kfz:
- Ein Durchfahrtsverbot für „normale“ Kfz kann z. B. durch einen Poller/Pömpel oder eine Beschilderung erfolgen.
- Die Durchfahrt für Rettungsfahrzeuge etc. ist immer möglich. Eine solche Sperre dient der Verhinderung von Durchfahrtsverkehr.
- Gestaltung des Einfahrtsbereichs:
- Der Übergang von Hauptverkehrsstraßen in Wohngebiete muss gut gestaltet sein, damit für Autofahrende direkt erkennbar ist, dass sich die Höchstgeschwindigkeit ändert.
- Hierzu eignen sich in Ergänzung der Beschilderung z. B. Bäume zur Einengung der Quartierseinfahrt
Die Öffentlichkeitsbeteiligung
Interessierte hatten auch online die Möglichkeit, sich mit Hinweisen oder Vorschlägen für das neue Verkehrskonzept einzubringen.
Vom 1. bis zum 22. Februar 2026 konnten bei der Online-Befragung Anregungen zu den ersten Planungsideen abgegeben werden. Die Ergebnisse dieser Beteiligung werden der Bezirksvertretung Heepen vorgestellt, die letztlich über das neue Verkehrskonzept entscheiden wird.
Bereits vom 18.11. bis 15.12.2024 konnten Interessierte bei der ersten Onlinebeteiligung "Ihre Mitteilung" (z. B. was gefällt gut/was gefällt nicht) in der Stadtteilkarte einfügen.
Wie wollen die Einwohnerinnen und Einwohner die Wege in ihrem Stadtteil zukünftig zu Fuß, mit dem Rad, Bus und Bahn oder mit dem Auto zurücklegen?
Die Planer stellten dazu der Öffentlichkeit beim Dialog-Abend am 11. Februar ihre ersten Maßnahmen-Vorschläge vor. Nach der Diskussion wurden Fragen und Hinweise aufgenommen.
Die Workshops 2025
Einen wichtigen Beitrag zum ganzheitlichen Verkehrskonzept Baumheide leisteten die 4. Klassen der "Wellbachschule" am 6. Dezember und eine 6. Klasse der Realschule "Am Schlehenweg" am 5. Dezember 2024. Die Schülerinnen und Schüler analysierten dabei spielerisch ihren Schulweg. Der Workshop wurde von den Planungsbüros moderiert und von Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung begleitet.
Schülerinnen und Schüler einer 4. Klasse sitzen auf einem großen Teppich (4 x 6 m) mit einem Luftbild von Baumheide und orientieren sich so für ihren Schulweg.
Foto: Mobildenker GmbH | ikoono
Außerdem konnten die Schüler*innen beim Beteiligungs-Workshop sogar ihren Stadtteil selbst erkunden und dabei mit Fotos aus der Sofortbild-Kamera markante Stellen im Schulumfeld dokumentieren.
Foto: Mobildenker GmbH | ikoono
Am 17. Mai 2025 trafen interessierte Bewohner*innen aus Baumheide und Milse zusammen, die per Zufallsverfahren ausgewählt und von der Stadt Bielefeld angeschrieben wurden. Nachdem die Teilnehmenden vom Planungsbüro über den Stand des Ganzheitlichen Verkehrskonzepts Baumheide informiert wurden, startete die Arbeitsphase.
In Kleingruppen beschäftigten sich die Anwesenden mittels der Methodik der sogenannten "Mobilitäts-Episode" mit den Herausforderungen für Fußgänger*innen, Autofahrer*innen, Radfahrende sowie ÖPNV-Nutzer*innen im Stadtteil Baumheide.
Foto: Mobildenker GmbH | ikoono
Ziel war es aber auch anhand der gemeinsam erfassten Probleme bereits Lösungsvorschläge zu unterbreiten. So kamen viele Handlungsempfehlungen, z.B. in Bezug auf sichere Straßenquerungen, Abstellmöglichkeiten für Autos und Fahrräder sowie attraktivere Wege zustande. Eine Dokumentation des Workshops ist hier zu finden.
Foto: Mobildenker GmbH | ikoono