Artenschutz

Artenschutz hat das Ziel, die Vielfalt wild lebender Tier- und Pflanzenarten dauerhaft zu bewahren – weltweit und vor Ort. Auch in Bielefeld gilt es, die Lebensräume heimischer Arten zu sichern und gezielt zu verbessern.

Der Verlust der biologischen Vielfalt schreitet in beunruhigendem Tempo voran. Dieser Prozess verläuft meist schleichend, ist daher lange unbemerkt. In Deutschland sind die Bestände vieler Vogelarten in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen, auch das Insektensterben ist inzwischen wissenschaftlich gut belegt. Von den 19 heimischen Amphibienarten gelten 11 als gefährdet. 

Hauptursachen sind die intensive Landnutzung, Inanspruchnahme von Siedlungs- und Verkehrsflächen, der fortschreitende Klimawandel und die Ausbreitung invasiver Arten. Selbst häufige Arten wie Igel, Kiebitz, Grasfrosch und Primel sind inzwischen in Bielefeld rückläufig. Das Ausmaß der Gefährdung wird in der Roten Listen gefährdeter Pflanzen und Tierarten dokumentiert.

Jede heimische Art erfüllt eine ökologische Funktion, die vielleicht nicht immer unmittelbar erkennbar oder vollständig erforscht ist. Da Ökosysteme komplex vernetzt sind, kann der Verlust einzelner Arten gravierende Folgen für uns Menschen haben.