Klimawandel

Bielefeld liegt in der warmgemäßigten Klimazone der mittleren Breiten. Im Sommer können die Temperaturen über 30 °C erreichen, im Winter sinken sie oft unter den Gefrierpunkt. Der Herbst ist am regenreichsten, bei einer Durchschnittstemperatur um 8 °C. Im Frühling beträgt die durchschnittliche Temperatur tagsüber oft mehr als 10 °C. Typisch sind Winde aus Westen. Zudem wird das Klima durch die Lage der Stadt im Übergang zwischen den Mittelgebirgen und dem Norddeutschen Tiefland beeinflusst. 

Der globale Klimawandel bedingt bereits heute und künftig eine deutliche Veränderung der Klimasituation. Er ist die Folge eines zunehmenden Anteils von CO2 und anderer Treibhausgase in der Atmosphäre. Ursachen sind vor allem das Verbrennen von Kohle und Erdöl, die zunehmende Rodung von Wald sowie Land- und Viehwirtschaft. Bis zum Jahr 2100 ist von einem Anstieg der Temperatur weltweit um 1,8 bis 4,0 °C auszugehen. Auch ein deutlicher Anstieg der Niederschläge sowie längere Trockenphasen sind zu erwarten. 

Für Bielefeld ergibt sich eine Zunahme der Jahresmitteltemperatur um 3,5 °C bis zum Jahr 2100 unter Berücksichtigung des sogenannten „worst-case“-Szenarios (RCP 8.5). Dies zeigt die folgende Graphik.

Insgesamt ist künftig für das regionale Klima von Bielefeld von folgenden klimatischen Entwicklungen auszugehen:

Temperaturzunahme und Hitze

  • Zunahme der Jahresmitteltemperaturen
  • Mehr Sommertage, heiße Tage und Tropennächte
  • Häufigere und länger andauernde Hitzeperioden
  • Häufigere Hitzewellen

Niederschlagsverschiebung und Trockenheit

  • Zunahme des Jahresniederschlages
  • Trockenere Sommer, feuchtere Winter
  • Längere Trockenperioden im Sommer

Starkregen

  • Zunahme des Anteils von Starkniederschlägen am Gesamtniederschlag
  • Zunahme der Niederschlagsintensität

Wind und Sturm

  • Änderungen nicht sicher nachweisbar
  • Zunahme der Sturmintensität jedoch wahrscheinlich

Prognosen zum Wetter in und um Bielefeld finden Sie hier